Tourdaren des Rockzirkus

Home
Lexikon
Top 100
Forum
Links
Impressum

Blueszirkus
 

 

 

copyright © 2003-2013  G.Eichel

 

Curtis Mayfield – Curtis/Live! - Soul und Politik

Mitspieler:

siehe unten

Track List:

sieh unten

Curtis Mayfield – Curtis/Live

Curtis Mayfield – Curtis/Live! schreibt Rockgeschichte

Meine erste Begegnung mit Curtis Mayfield war Mighty Mighty Spade And Whitey. Es war nicht Curtis Mayfield der das sang, sondern Alexis Korner. Der Song wurde von seiner ehemaligen Band den Impression bekannt gemacht. Ein weiterer Song der Impression war People Get Ready. Auch diesen Song hörte ich von anderen Interpreten, beide machten neugierig und es wurde Curtis Mayfield als Urheber gesucht. Irgendwann Anfang oder Mitte der 70er fiel mir Curtis Live! In die Finger und es wurde eine meiner Lieblingsalben.
Es stellte sich die Frage: war das Soul? So richtig nicht. Curtis ist nicht der Shouter, sondern Meister der leisen Töne. Die Schublade Jazz-Folk-Funk-Singer-Songwriter passt besser oder auch „Poet mit musikalischer Begleitung“.
Curtis/Live! Ist sein zweites Soloalbum. Aufgenommen wurde es im Bitter End, ein kleiner Jazz und Folk Club in New York im Village. Die Atmosphäre des kleinen Clubs kommt bei der Aufnahme gut an. Begleitet wurde er von den Musikern, die auch bei seinem ersten Album „Curtis“ mitmachten:

Craig McMullen: guit.
Henry Gibson: perc.
Tyrone McCullen: drums
Joseph „Lucky“ Scott: bass

Es sind einige Songs von „Curtis“ zu hören und natürlich die alten Hits der Impression. Im Grunde ist es eine Best Of, besonders die CD mit dem Bonus Superfly.
Der ruhige Gesang von Curtis Mayfield wird hervorragend unterstützt durch die einfühlsame Begleitung seiner Band. Hier wird nicht geknüppelt und die Verstärker bis zum Anschlag aufgedreht, alles passt sich dem Gesang an und betont die Aussagen des jeweiligen Textes. Besonders deutlich wird das durch die ausgezeichnete Percussionarbeit des Henry Gibson.
Die Texte sind kritisch und befassen sich zum großen Teil mit dem Rassismus und dem Kampf der schwarzen Bevölkerung dagegen. Er engagierte sich ähnlich wie es James Brown, oder Sly Stone taten. Leider ist mein englisch nicht so gut um alles zu verstehen, die Hauptaussagen sind trotzdem klar.
Ein Album das man einmal gehört haben sollte. Hier ist einer der ganz Großen zu hören und das nicht auf einem überproduziertem und mit Streichern versüßtem Soulalbum. Leise und intim, aber mit einer unheimlichen Intensität.

Die Songs:

1. Mighty mighty (spade and whitey)
2. Rap
3. I plan to stay a believer
4. We're a winner
5. Rap
6. We've only just begunn
7. People get ready
8. Rap
9. Stare and stare
10. Check out your Mind
11. Gypsy woman
12. The makings of you
13. Rap
14. We the people who are darker than blue
15. (Don't worry) If there's a hell below we're all going to go
16. Stone junkie
17. Superfly
18. Mighty mighty (spade and whitey) (Single version)


Rap meint ganz einfach die jeweilige Ansage und das Gespräch mit dem Publikum.