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Alexis Korner - A New Generation of Blues

Mitspieler:

siehe Text

Trackliste:

siehe unten

Alexis Korner - A New Generation of Blues

Vielleicht prophetisch - oder nur gut beobachtet?

„A new generation of Blues" benannte Korner 1968 seine LP.
Und im Stück "What's that sound I hear" sang er dann auch noch:
„There's Clapton, there's Hendrix, there's Pete Green, and there's John Mayall, too"
Und nebenbei fällt auch noch der Name Aynsley Dunbar.

Korner an elektrischer und akustischer Gitarre, Ray Warleigh, Flöte und Altsaxophon, Danny Thompson, string bass, Steve Miller(nein, nicht der!) am Piano und Terry Cox am Schlagzeug legen hier einen ganz speziellen Blues vor, mit leicht jazzigen Untertönen, aber auch damals modernen Zeitströmungen der populären Musik wie Psychedelic nicht verschlossen.

Korner wirkte, ganz anders als Mayall, der auch erst durch Korner zur Gründung der Bluesbreakers inspiriert wurde, in seiner Musikdarbietung „befremdlicher", „sperriger", was ihn aber auch , tiefer betrachtet, teils viel interessanter machte. So klebte er nicht unbedingt an starren Schemata, wie auch auf dieser Platte gut nachzuvollziehen ist.

Von den 11 Titeln sind 5 Eigenkompositionen, 3 traditionelle Stücke wurden von ihm entsprechend neu arrangiert, und 3 Fremdkompositionen, hier von Duffy Power(Mary, open the door), Freddie King(I'm tore down) und Chris Kenner(Somethin' you got).

Hier noch einmal alle Titel:
Side 1
1. Mary Open The Door (Power) 3:28
2. Little Bitty Girl (Trad.arr.Korner) 6:26
3. Baby Don't You Love Me (Trad.arr.Korner) 3:24
4. Go Down Sunshine (Korner) 4:02
5. The Same For You (Korner) 4:07

Side 2
6. I'm Tore Down (King) 2:06
7. In The Evening (Trad.arr.Korner) 4:34
8. Somethin' You Got (Kenner) 2:22
9. New Worried Blues (Korner) 2:35
10. What's That Sound I Hear (Korner) 3:13
11. A Flower (Korner) 2:10

Diese Veröffentlichung war für mich damals eine der Sternstunden des weißen britischen Blues, zusammen mit dem Vorläufer „I wonder who".

Viel Kritik erntete Korner stets für seinen ungewöhnlichen Gesang, der mit seiner rauen Stimme manchmal wie Sprechgesang ‚rüberkam. Böse Zungen behaupteten gar, er würde seine Lieder „bellen". Nun gut, Virtuosität hin und her, es passt, und besonders auf dieser Platte, für mich einer der Klassiker der „new generation of Blues", vielleicht nicht unbedingt von Korner eingeläutet, aber in seiner Entwicklungsphase entscheidend mitgeprägt und gefördert!

Wolfgang

 

alexis korner